Vor dem 27. Jahrestag des Genozids

Provokationen statt Aussöhnung in Srebrenica

Vor dem 27. Jahrestag des Genozids an über 8.000 Muslimen im bosnischen Srebrenica sorgt eine umstrittene Plakataktion für serbische Opfer des Bosnienkriegs (1992-1995) für neue Kontroversen im zerrissenen Land.

Auch 30 Jahre nach Beginn des Bosnienkriegs kann von einer Versöhnung über den Gräbern noch immer nicht die Rede sein

Auch 30 Jahre nach Beginn des Bosnienkriegs kann von einer Versöhnung über den Gräbern noch immer nicht die Rede sein Foto: AFP/Elvis Barukcic

Über ein Vierteljahrhundert nach Ende des Bosnienkriegs (1992-1995) werden in Srebrenica noch immer die Opfer des größten Massenmords in Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs beerdigt. Bei den Feierlichkeiten zum 27. Jahrestag des Genozids von Srebrenica werden am Montag die identifizierten Überreste von weiteren 50 Todesopfern bestattet. Auf dem Gedenkfriedhof in Potocari sind bisher 6.671 per DNA-Analyse identifizierte Opfer des Massakers beerdigt: Über 8.000 Männer, Jungen und Greise waren nach dem Fall der Muslim-Enklave ermordet worden.

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