Deutschland
Prien plädiert für eigenständige Nutzung sozialer Medien erst ab 13 Jahren
Die deutsche Familienministerin Karin Prien (CDU) plädiert für eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren für die eigenständige Nutzung sozialer Medien. Wie Kinder und Jugendliche im digitalen Raum besser geschützt werden sollen.
Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung Sozialer Medien plädieren immer mehr Leute dafür, die Betreiber der Plattform verantwortlich zu machen Foto: Fadel Senna/AFP
Die deutsche Familienministerin Karin Prien hat sich für eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren für die Nutzung sozialer Medien ausgesprochen. „Für Kinder unter 13 Jahren sollte ein gesetzlicher Erlaubnisvorbehalt gelten, der nur nachweislich kindgerechte und risikoarme Angebote zulässt“, sagte Prien bei der Vorstellung des Berichts zur Gesamtstrategie zum Kinder- und Jugendschutz am Donnerstag in Berlin. Die Ministerin bezog sich auf die Vorschläge einer Expertenkommission, die insgesamt 56 Handlungsempfehlungen erarbeitet hat. Dazu zählen neben verstärkter Medienaufklärung etwa bundesweite Meldestellen für problematische Inhalte.
„Nicht das Kind muss sich an die digitale Welt anpassen, sondern die digitale Welt an das Kind. Kinder und Jugendliche aus der digitalen Welt auszusperren, ist kein Schutz“, betonte Olaf Köller, Co-Vorsitzender der Kommission. Die Frage nach einer Altersgrenze für Social Media wird schon lange diskutiert. Denn Kinder und Jugendliche werden online mit Inhalten wie Pornografie, Hass oder Mobbing konfrontiert. Zuletzt hatte sich der Ethikrat gegen ein pauschales Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche ausgesprochen.