Albanien
Premier Rama will muslimischen Vatikan schaffen – und stößt auf Kritik
Mit seiner Ankündigung, für einen Sufi-Orden einen Vatikan-ähnlichen Ministaat zu schaffen, hat Albaniens Premier Edi Rama in New York für weltweite Schlagzeilen gesorgt. In Tirana werfen ihm Kritiker vor, mit seinem Sololauf vor allem von heimischen Problemen ablenken zu wollen.
Albaniens Regierungschef Edi Rama verkündete in New York, einem Sufi-Orden zu einem eigenen Staat zu verhelfen Foto: AFP/Angela Weiss
Zumindest der Ordenschef mit dem Rauschebart ist von dem in Aussicht gestellten Karrieresprung zum Staatsoberhaupt begeistert. „Wir wollen, dass uns der albanische Staat denselben Status garantiert, den der Vatikan in Italien genießt“, so Edmond Brahimaj alias „Baba Mondi“, der 65-jährige Führer des muslimischen Sufi-Ordens der Bektaschi: „Wir haben das verdient. Denn wie schon Papst Johannes Paul II. einmal sagte: Ohne Bektaschi würde es kein Albanien geben.“