„Freundlicher Nachbar“
Premier Johnson: Großbritannien will auch nach Brexit eng mit Europa kooperieren
Dem geordneten Ausscheiden Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt steht nichts mehr im Weg. Bei der Sondersitzung des Unterhauses am Mittwoch votierten 521 Parlamentarier für den Brexit-Anschlussvertrag, 73 stimmten dagegen. Am späten Abend stimmte auch das Oberhaus zu und – als Formalie – die Queen gab ihre Genehmigung.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel unterzeichneten zwei Ausführungen des Handelsabkommens, bevor die Dokumente nach London gebracht wurden … Foto: Johanna Geron/Pool/AFP
Nach dem formalen Austritt Ende Januar und dem elfmonatigen Verweilen in einer Übergangsphase endet damit die 48 Jahre lang währende Teilnahme des Vereinigten Königreichs am europäischen Einigungsprojekt. Der Vertrag über den zukünftigen Handel sowie die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen war nach monatelangen Verhandlungen an Heiligabend zustande gekommen. Nach der Zustimmung der 27 Mitgliedsstaaten konnten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel das Schriftstück gestern unterzeichnen und nach London schicken, wo Premierminister Boris Johnson seine Unterschrift leistete.