Politisches Erdbeben in Portugal
Premier Costa tritt wegen Korruptionsverdacht zurück – Polizei durchsucht Amtssitz
Schon am Dienstagmorgen kündigte sich das Unheil an: Polizisten und Steuerfahnder klopften mit einem Durchsuchungsbefehl an die Tür des Amtssitzes von Portugals Ministerpräsident António Costa in der Hauptstadt Lissabon. Zeitgleich bekamen die Minister für Infrastruktur sowie für Umweltschutz Polizeibesuch.
Ein Polizist betritt den Amtssitz des portugiesischen Premierministers Foto: AFP/Patricia de Melo Moreira
Nachdem die Generalstaatsanwaltschaft wenige Stunden später mitteilte, dass gegen Regierungsmitglieder wegen Korruption, Vorteilsnahme und Rechtsbeugung ermittelt werde, trat Premier Costa zurück. Der Sozialdemokrat war seit acht Jahren im Amt.