Uruguay
Präsidentschaftswahlen im südamerikanischen Musterland
Am Sonntag stehen in Uruguay Wahlen an. Wer neuer Präsident wird, entscheidet sich wohl erst im zweiten Durchgang. Dazu gibt es Referenden zur Rente und zu den Befugnissen der Sicherheitskräfte.
Präsidentschaftskandidat des Linksbündnisses Frente Amplio, Yamandú Orsi, und seine Vizepräsidentschaftskandidatin Carolina Cosse am 22. Oktober im Wahlkampf in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo Foto: AFP/Pablo Porciuncula
Als zweifacher Weltmeister gehört Uruguay zu den Fußballgroßmächten. Den ersten Titel holten die „Charrúas“, wie die Nationalelf des 3,4 Millionen Einwohner zählenden Landes genannt wird, 1930 zu Hause in Montevideo, den zweiten 1950 in Brasilien. Die „República Oriental del Uruguay“, die Republik östlich des Uruguay, wie der Grenzfluss zu Argentinien heißt, wurde einst als die Schweiz Südamerikas bezeichnet. Dabei erinnert es landwirtschaftlich nur bedingt an den Alpenstaat. Es gehört jedoch nach wie vor zu den stabilsten und wohlhabendsten Demokratien Lateinamerikas. Auch wenn es einige Krisen erlebte.