China

Präsident Xi Jinping zementiert seine Machtposition

Seit Staatsgründer Mao Tsetung war kein Führer Chinas mehr so mächtig wie Xi Jinping. In seiner „neuen Ära“ herrschen Ideologie statt Pragmatismus und Loyalität statt Leistung. Die Auswahl seiner neuen Führungsmannschaft löst Unverständnis aus. Wohin steuert China?

Eiskalte Machtdemonstration und Demütigung zugleich: Kurz nachdem die Presse in die Große Halle des Volkes hineingelassen worden war, wo der 20. Nationale Kongress der Kommunistischen Partei Chinas tagte, wurde der ehemalige Präsident des Landes, Hu Jintao (M.), offensichtlich gegen seinen Willen von zwei Helfern von seinem Platz vom Podium neben Machthaber Xi Jinping geführt

Eiskalte Machtdemonstration und Demütigung zugleich: Kurz nachdem die Presse in die Große Halle des Volkes hineingelassen worden war, wo der 20. Nationale Kongress der Kommunistischen Partei Chinas tagte, wurde der ehemalige Präsident des Landes, Hu Jintao (M.), offensichtlich gegen seinen Willen von zwei Helfern von seinem Platz vom Podium neben Machthaber Xi Jinping geführt Foto: -/Kyodo/dpa

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat seine Macht gefestigt und Gefolgsmänner um sich geschart. Auf seiner ersten Plenarsitzung bestätigte das neue Zentralkomitee der Kommunistischen Partei den 69-Jährigen am Sonntag in Peking für eine dritte fünfjährige Amtszeit als Generalsekretär und Chef der Militärkommission. Er setzt sich damit über bisher respektierte Alters- und Amtszeitgrenzen hinweg – und knüpft mit seiner Alleinherrschaft an den Staatsgründer und Revolutionär Mao Tsetung an, der allerdings Chaos über das Land gebracht hatte.

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