Russland

Politische „Säuberungen“ in der Moskauer Metro

Als zeitgemäßer, freundlicher und bequemer Dienstleister präsentieren sich die Moskauer Verkehrsbetriebe gern in der Öffentlichkeit. Doch nun passieren in dem staatlichen Unternehmen Vorgänge, die so gar nicht in dieses Bild passen.

Ein Massenrauswurf wie jetzt bei den Moskauer Verkehrsbetrieben ist unerhört und zeugt von einer neuen Qualität der Repressalien

Ein Massenrauswurf wie jetzt bei den Moskauer Verkehrsbetrieben ist unerhört und zeugt von einer neuen Qualität der Repressalien Foto: Natalia Kolesnikova/AFP

Die Rede ist von politischer Druckausübung auf Mitarbeiter und erzwungenen Kündigungen. Bis zu 200 Arbeitnehmer könnten von der Entlassungswelle betroffen sein. Hintergrund des Massenrauswurfs ist eine geleakte Liste mit Namen und Adressen von Unterstützern des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny. Vor ihrer jüngsten Kundgebung am 21. April baten die Organisatoren ihre Unterstützer um eine Onlineregistrierung. So sollte die Verbindlichkeit der Teilnahme am Protest erhöht werden. Hacker gelangten in den Besitz der Liste und leiteten sie an staatliche Stellen weiter. Mit fatalen Konsequenzen, wie sich nun herausstellt.

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