Physik-Nobelpreis
Physiker für Erforschung von ultraschnellen Bewegungen von Elektronen ausgezeichnet
Gemeinsam mit dem Franzosen Pierre Agostini und der französisch-schwedischen Wissenschaftlerin Anne L’Huillier wurde der in München forschende ungarisch-österreichische Physiker Ferenc Krausz für seine Forschung zu den ultraschnellen Bewegungen von Elektronen ausgezeichnet, wie das Nobel-Komitee am Dienstag in Stockholm mitteilte. Krausz ist Leiter des Max-Planck-Instituts für Quantenphysik in München.
Die französisch-schwedische Wissenschaftlerin Anne L’Huillier ist erst die fünfte Frau seit 1901, die den Physik-Nobelpreis erhält Foto: Ola Torkelsson/TT News Agency/AFP
Den drei Physikern sei es gelungen, „extrem kurze Lichtpulse“ im Attosekundenbereich zu erzeugen, mit deren Hilfe Prozesse gemessen werden könnten, „bei denen sich Elektronen bewegen oder ihre Energie verändern“, hieß es in der Begründung der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Eine Attosekunde entspricht dem milliardsten Teil einer Milliardstelsekunde.