Ungarn/Polen
Peter Magyar besucht auf seiner ersten Auslandsreise Krakau, Warschau und Danzig
Peter Magyar setzt auf Symbole. Deshalb besucht er als erstes Land nach seiner Vereidigung zum neuen ungarischen Regierungschef sein Vorbild Polen – und dies nicht nur im Regierungsflugzeug, sondern auch mit der Bahn.
Polens Regierungschef Donald Tusk (r.) empfängt seinen neuen ungarischen Amtskollegen Peter Magyar in Warschau – beide haben sich dabei sichtlich amüsiert Foto: Wojtek Radwanski/AFP
„Polen ist stärker als je zuvor“, begründete Magyar nach einem Treffen mit Donald Tusk am Mittwoch in Warschau vor der Presse, weshalb seine erste Reise nach Warschau und nicht Brüssel führte. „Auch Ungarn wird nun wieder stärker werden, davon bin ich überzeugt“, sagte Magyar und sprach von einer vertieften EU-Integration von „bescheidenen Staaten“, die in einer gesunden Konkurrenz dennoch am gleichen Strick ziehen würden.
Auch Donald Tusk nutzte den Staatsbesuch des Ungarn für eine Breitseite gegen Rechtspopulisten wie den abgewählten Viktor Orban, der nicht zuletzt von Donald Trump unterstützt worden war. „Dein historischer Sieg bedeutet nicht nur Ungarns Rückkehr nach Europa, nicht nur eine Rückkehr zur Ehrlichkeit und echter Demokratie, sondern er ist ein Beweis dafür, dass unsere Werte noch Verteidiger finden, dass unsere Welt nicht verloren ist“, sagte ein überschwänglicher Tusk. Der Pole lenkte den Blick zurück auf seinen Wahlsieg vom Herbst 2023 über die ebenso wie Orbans Fidesz allmächtig erscheinende Kaczynski-Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS).