Serbien

Opposition streitet sich über Wahlboykott in Belgrad

Geeint hatte Serbiens Opposition mit wochenlangen Protesten gegen massive Manipulationen bei der Belgrader Stadtratswahl die Neuansetzung des verfälschten Urnengangs erzwungen. Doch vor dessen Wiederholung am Sonntag hat sie sich im Streit um einen Wahlboykott selbst geschwächt.

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic und seine SNS-Partei könnten zumindest in Belgrad vom Streit zwischen den Oppositionsparteien profitieren

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic und seine SNS-Partei könnten zumindest in Belgrad vom Streit zwischen den Oppositionsparteien profitieren Foto: AFP/Elvis Barukcic

Manipulierte Urnengänge, gekaperte Staatsinstitutionen und ein begrenzter Zugang zu den von der Regierung kontrollierten Medien: Probleme hat Serbiens gegängelte Opposition im zunehmend autoritär regierten Balkanstaat eigentlich genug. Doch ausgerechnet in ihrer Hochburg Belgrad bringen sich die Gegner des allgewaltigen Präsidenten Aleksandar Vucic selbst ins Straucheln: Der eskalierte Oppositionsstreit um einen Boykott der am Sonntag steigenden Neuwahl des Stadtrats scheint seiner regierenden SNS bereits vorab den Weg zu einem erneuten Triumph zu ebnen.

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