Afghanistan
„Operatives Engagement“: Die EU ringt um Worte für die Taliban-Kontakte
Kann die EU eine humanitäre Katastrophe in Afghanistan verhindern und gleichzeitig ihre Werte verteidigen? Mit dieser Frage sehen sich die Mitgliedstaaten nach der Machtübernahme der Taliban konfrontiert. Von den Außenministern kommt nun ein Konzept für einen Drahtseilakt.
„Europa muss selbstverständlich Menschen aufnehmen“: Auch in Slowenien kritisierte Jean Asselborn den Kurs der Migrationspolitik Foto: AFP/Jure Makovec
Die Außenminister der EU-Staaten haben sich auf fünf Bedingungen für eine beschränkte Zusammenarbeit mit den militant-islamistischen Taliban in Afghanistan verständigt. Grundlage dafür ist eine deutsch-französische Initiative. Das „operative Engagement“ mit den neuen Machthabern soll demnach schrittweise hochgefahren werden, wenn die Taliban eine Regierung unter Einbindung auch von anderen politischen Kräften im Land bilden und die Ausreise von schutzbedürftigen Menschen ermöglichen.