Erweiterung

Ohne Zug zum EU-Ziel: Beitrittskandidat Serbien tritt auf der Stelle

Stillstand auf der EU-Dauerbaustelle: In diesem Jahr hat der wichtigste Beitrittskandidat Serbien noch kein einziges Verhandlungskapitel eröffnet. Statt sich der EU anzunähern, scheint sich der Balkanstaat unter dem autoritär gestrickten Staatschef Aleksandar Vucic stets weiter von ihr zu entfernen.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat es offensichtlich nicht eilig mit den EU-Beitrittsverhandlungen

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat es offensichtlich nicht eilig mit den EU-Beitrittsverhandlungen Foto: Andrej Isakovic/AFP

Wo kein erkennbarer Wille ist, findet sich auch beim EU-Beitrittsmarathon selten ein schneller Weg zum Ziel. Die Tatsache, dass der EU-Anwärter Serbien in diesem Jahr noch kein einziges neues Beitrittskapitel habe eröffnen können, „spricht für sich selbst“, schreibt Vladimir Bilcik, der slowakische Serbien-Berichterstatter des Europaparlaments, dem wichtigsten EU-Anwärter auf dem Westbalkan ins Stammbuch. Ohne Fortschritte bei der Stärkung des Rechtsstaats und des Kampfs gegen die Korruption sei ein solcher auch nicht bei der EU-Annäherung zu erwarten: „Wo es keine Arbeit und keine Resultate gibt, eröffnen sich auch keine neuen Kapitel. Das ist klar.“

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Iran-Krieg

Trump sieht Einigung in Sicht – und droht wieder

Deutschland

Millionen Babyboomern droht im Alter Wohnarmut

;