Österreich

ÖVP, SPÖ und Neos vor Rendezvous mit der bitteren Realität

Was in Deutschland gerade gescheitert ist, wird in Österreich nun versucht: Am Donnerstag starten ÖVP, SPÖ und Neos Verhandlungen über ein Dreierbündnis. Das türkis-rote-pinke Experiment nennt der Boulevard „Zuckerlkoalition“, die jedoch nichts Süßes zu verteilen haben wird. So sie überhaupt zustande kommt …

(v.l.) SPÖ-Chef Andreas Babler, ÖVP-Chef und Bundeskanzler Karl Nehammer und die Liberale Beate Meinl-Reisinger geben den Beginn von Koalitionsverhandlungen bekannt

(v.l.) SPÖ-Chef Andreas Babler, ÖVP-Chef und Bundeskanzler Karl Nehammer und die Liberale Beate Meinl-Reisinger geben den Beginn von Koalitionsverhandlungen bekannt Foto: Helmut Fohringer/APA/AFP

Vorerst ist es nur ein kleiner gemeinsamer Nenner, der die drei sieben Wochen nach der Wahl zusammengeführt hat: FPÖ-Chef Herbert Kickl. Weil niemand mit dem Wahlsieger koalieren will, bleibt nur die Möglichkeit eines Dreierbündnisses aus Christ- und Sozialdemokraten mit der liberalen Neos-Partei. Die bislang mit der ÖVP koalierenden Grünen sind aus dem Spiel, weil sie es nach dem Geschmack der Türkisen in den vergangenen fünf Jahren ökologisch zu bunt getrieben und im EU-Ministerrat gegen den Willen des Koalitionspartners dem umstrittenen Renaturierungsgesetz eine knappe Mehrheit verschafft haben.

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