Nach den EU-Wahlen

Nun beginnt der große Brüsseler Machtpoker

Am Tag nach der Europawahl herrscht Katerstimmung in Brüssel. Es regnet in Strömen, viele EU-Politiker lecken ihre Wunden. Alle Parteien links der Mitte haben verloren, die rechten Parteien haben zum Teil deutlich zugelegt. Und Ursula von der Leyen, die vermeintliche Wahlsiegerin, kann sich auch nicht recht freuen.

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen muss nun nicht nur im EU-Parlament eine Mehrheit für ihre Wiederwahl finden

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen muss nun nicht nur im EU-Parlament eine Mehrheit für ihre Wiederwahl finden Foto: Kenzo Tribouillard/AFP

Ihre konservative Europäische Volkspartei EVP ist bei dieser Wahl zwar stärker geworden. Künftig stellt die EVP 186 Abgeordnete im neuen, auf 720 Sitze vergrößerten Europaparlament – zehn mehr als vor fünf Jahren. Auch die demokratische Mitte hat sich behauptet. Konservative, Sozialdemokraten und Liberale sind zusammen immer noch stärker als die Rechten und Rechtsextremen. Doch die alte Von-der-Leyen-Koalition ist wacklig geworden, die ehemaligen Partner stellen nun Bedingungen für eine mögliche Wiederwahl zur Kommissionspräsidentin.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Ebola

Warum der neue Ausbruch der WHO Sorgen bereitet

Kraft Sibiriens 2

Gigantische Pipeline soll russisches Gas nach China liefern