Österreich
Neuer FPÖ-Chef Herbert Kickl findet rechtsextreme Bewegung „unterstützenswert“
Der erwartete Rechtsruck der FPÖ nach dem bevorstehenden Obmannwechsel bahnt sich bereits an: Die künftige Parteichef Herbert Kickl outete sich als Fan der rechtsextremen Identitären Bewegung.
Der neue Vorsitzende der FPÖ, Herbert Kickl, dürfte den Rechtsextremen in der Partei wieder mehr Auftrieb verschaffen Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa
„Wir wollen mit der Identitären Bewegung nichts zu tun haben" – wenige Wochen vor dem Ibiza-Skandal schwor der kurz darauf zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im April 2019 den Rechtsextremisten ab. Der Koalitionspartner ÖVP hatte dies verlangt, nachdem aufgeflogen war, dass der Muslimmörder Branton Tarrant Monate vor dem Attentat in Christchurch dem österreichischen Identitären-Chef Martin Sellner eine 1.500-Euro-Spende überwiesen hatte. Per Vorstandsbeschluss untersagte die FPÖ ihren Mitgliedern, gleichzeitig der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Bewegung anzugehören.