Deutschland

Neuaufstellung der Linken: Mit einer Kapitänin auf Kurs Europa

Die Linke kriselt und kommt nicht von der Stelle. Die einstige Partei-Ikone Sahra Wagenknecht ist dabei zur Figur des Widerstandes gegen die Parteispitze geworden, der sie Unfähigkeit vorwirft. Doch nun wollen die Vorsitzenden Janine Wissler und Martin Schirdewan mit der Kapitänin Carola Rackete ihr Schiff neu ausrichten.

Carola Rackete (l.) und Martin Schirdewan sprechen bei einer Pressekonferenz der Partei Die Linke

Carola Rackete (l.) und Martin Schirdewan sprechen bei einer Pressekonferenz der Partei Die Linke Foto: Britta Pedersen/dpa

Wie nur wieder in die Offensive kommen? Vielleicht mit einer Klimaaktivistin und Kapitänin der Seenotrettung. Carola Rackete jedenfalls steht zu dieser Mittagsstunde im Karl-Liebknecht-Haus bereit – als Spitzenkandidatin der Linken auf Platz zwei für die Europawahl im kommenden Jahr. Rackete, die 2019 rund 50 libysche Flüchtlinge mit dem Schiff „See Watch 3“ aus dem Mittelmeer fischte, will jetzt nicht über Notrettung reden, obwohl die Linke mit ihrem lange ungeklärten Richtungsstreit und einer Serie von Niederlagen seit der Bundestagswahl dazu Themen genug bieten würde. Rackete, parteilos, hat sich entschieden, der Linken bei der Europawahl im kommenden Jahr zu neuer Zustimmung zu verhelfen. Ebenso der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert, ebenfalls parteilos und bekannt als Hausarzt der Obdachlosen, der auf dem Ticket der Linken 2022 für das Amt des Bundespräsidenten kandidierte und dabei mehr Stimmen bekam, als die Partei an Wahlleuten aufbot.

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