Bakterien-Gefahr
Nestlé-Konzern ruft Säuglingsnahrung zurück
Nestlé zieht vorsorglich bestimmte Chargen von Beba- und Alfamino-Babynahrung zurück. Das Unternehmen warnt vor dem möglichen Vorkommen des Toxins Cereulid.
Nestlé ruft Babynahrung zurück, die möglicherweise ein Toxin enthält Symbolfoto: Laurent Gillieron/AP
Der Lebensmittelriese Nestlé ruf „vorsorglich bestimmte Chargen/Produktionsnummern von verschiedenen Beba- und Alfamino-Säuglingsnahrungsprodukten“ zurück. Zu den betroffenen Ländern gehören unter anderem Luxemburg und Deutschland. Der Konzern begründete den Rückruf damit, dass möglicherweise das Toxin Cereulid in einer Zutat vorhanden sei. Bislang seien aber keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit dem Verzehr bekannt.
Nestlé habe „aus besonderer Vorsicht beschlossen, diesen vorsorglichen Produktrückruf gemäß unseren strengen Qualitäts- und Sicherheitsstandards umzusetzen“. Cereulid sei möglicherweise „in einer der Zutaten eines Zulieferers, die in den betroffenen Chargen verwendet“ worden, erklärte der Konzern. Der Giftstoff kann bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen hervorrufen.
Das Unternehmen veröffentlichte eine Liste der vom Rückruf betroffenen Produkte auf seiner Website und verwies darauf, dass sich Eltern unter 0800/2344944 an den Nestlé-Verbraucherservice wenden können. Die Produkte könnten dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. „Der Kaufpreis der Beba-Produkte wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet“, erklärte der Lebensmittelkonzern.
Auch die „Sécurité alimentaire“ listet auf ihrer Webseite sämtliche Details zu den betroffenen Produkten auf. Es handelt sich dabei um Fertigmilch und Milchpulverprodukte: Stge 1 (70 ml) der Marke PreNAN und Alfamino (400g) der Marke Nestlé sowie folgende NAN-Produkte Evoilia 1 (400 g und 800 g), Expertpro AR 0-12 Monate (4x26,2 g), Expertpro AR Mix 0-12 Monate (800 g), Expertpro Sans Lactose (400 g), Nan Expertpro Complete 0-12 Monate (800 g und 4x26,2 g), Sinergity 2 (800 g).
Auf der Nestlé-Webseite können Verbraucher zudem überprüfen, ob ihr Produkt von dem Rückruf betroffen ist.
Insgesamt sind demnach über 800 Produkte aus mehr als zehn Nestlé-Werken betroffen, wie APA unter Verweis auf eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums in Wien berichtete.