Deutschland

Nahostkonflikt wird zur Belastung für die Linke

In den vergangenen Monaten lief es für die Linke wie am Schnürchen. Doch innerparteiliche Auseinandersetzungen drohen der Partei im Wahljahr zunehmend zu schaden – und könnten auch darüber hinaus Folgen haben.

Jan van Aken, Ines Schwerdtner und Nina Bömelburg von Die Linke nach enttäuschendem Ergebnis bei Landtagswahl Rheinland-Pfalz

Auch bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz blieb die Linke hinter ihren Erwartungen zurück: Die Bundesvorsitzenden der Partei Die Linke, Jan van Aken (l.) und Ines Schwerdtner (r.), sowie die Linken-Kandidatin Nina Bömelburg äußern sich nach der Wahl Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Als der Streit in der Linken wieder einmal eskalierte, wurden zwei Partei-Urgesteine deutlich. Es sei nötig, „diesen schädlichen Kurs der Selbstbeschäftigung zu stoppen und uns um unsere wahre Aufgabe zu kümmern“, schrieben die Linken-Politiker Dietmar Bartsch und Gregor Gysi in einem gemeinsamen Appell.

Die Zeilen klingen aktuell – tatsächlich sind sie fast auf den Tag genau drei Jahre alt. In der Zwischenzeit ist viel passiert: Die Linke wäre fast von der politischen Landkarte verschwunden, dann gelang ihr zur Überraschung vieler bei der Bundestagswahl 2025 ein furioses Comeback. Seitdem sehen Umfragen die Partei konstant um die zehn Prozent. Es gäbe also viel Anlass zur Freude. Doch seit Neustem ist der Streit in der Linken zurück. Und mal wieder ist es der Nahostkonflikt, über den sich die Partei zerlegt.

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