Iran

Nachfolger Chameneis ernannt – Expertenratsmitglied deutet auf Sohn Modschtaba hin

Ein Expertenratsmitglied deutet auf Sohn Modschtaba Chamenei als neuen geistlichen Führer hin

Modschtaba Chamenei spricht bei der jährlichen Quds-Tag Kundgebung in Teheran 2019, Sohn von Ajatollah Ali Chamenei

Modschtaba Chamenei (M), der Sohn von Ajatollah Ali Chamenei, bei der jährlichen Kundgebung zum Quds-Tag oder Jerusalem-Tag in Teheran im Jahr 2019 Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

Rund eine Woche nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei hat das zuständige Gremium im Iran nach Angaben mehrerer Mitglieder dessen Nachfolger bestimmt. Der Name des neuen geistlichen Oberhaupts der Islamischen Republik wurde am Sonntag zunächst offiziell nicht bekannt gegeben. Ein Mitglied des Expertenrats deutete jedoch an, dass die Wahl auf Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei gefallen sei.

Expertenratsmitglied Mohsen Hejdari erklärte zur getroffenen Wahl nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna: „Der ‚Große Satan‘ hat die von den Vertretern getroffene Wahl auch erwähnt.“ Hejdari bezog sich damit auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der nach der Tötung Chameneis dessen Sohn Modschtaba als Nachfolger ausgeschlossen und für sich eine Mitsprache bei der Entscheidung beansprucht hatte.

Wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete, einigte sich dem Expertenratsmitglied Hejdari zufolge „eine Mehrheit“ auf den am „besten geeigneten Kandidaten“. Ein weiteres Mitglied des Gremiums, Mohammed Mehdi Mirbagheri, sprach in einem von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Video von einer „klaren Meinung, welche die Mehrheitsposition widerspiegelt“.

Ayatollah Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag der US-israelischen Angriffe, in Teheran getötet worden. Seit einer Woche kursierte der Name seines Sohnes Modschtaba als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge. Auch Hassan Khomeini, Enkel des ersten obersten Führers der Islamischen Republik, Ayatollah Ruhollah Khomeini, wurde als Kandidat gehandelt.

Israel hatte nach der Tötung Chameneis bereits erklärt, auch dessen Nachfolger werde zur Tötung freigegeben.

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1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 08.03.202615:00 Uhr

Auch dieser Nachfolger wird Trumps bedingungslose Kapitulationsforderung nicht hinnehmen , also der Krieg geht weiter...und Netanyahu freut sich so, dass er nicht wegen Korruption vor Gericht müssen wird...und Leute in Israel, Libanon, Iran usw et... werden weiter sterben müssen...

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