Analyse
Nach der Operation „Sophia“: Wie Europas Migrationspolitik die Bewaffnung Libyens förderte
Die EU-Außenminister haben eine neue Militär-Mission zur Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen beschlossen und die „Sophia“-Mission damit zu Grabe getragen. Die hat die Segel allerdings bereits länger gestrichen. Mit katastrophalen Folgen für Libyen – und für Europa.
Eine deutsche Fregatte läuft 2018 zur Operation „Sophia“ aus: Eine neue, militärische Mission soll nun das UN-Waffenembargo für Libyen überwachen. Foto: dpa/Mohssen Assanimoghaddam
Die EU schafft eine Mission ab, die es seit einem Jahr nicht mehr gibt. Am Montag entschieden die Außenminister der EU-Staaten das Ende von „Sophia“, ihrer Marine-Mission vor Libyens Küste. Ab 2015 waren die Europäer im Rahmen von „Sophia“ zwischen Libyen und Italien unterwegs, mit Schiffen, Flugzeugen, Hubschraubern und Drohnen.