Keine Intervention
NATO schlägt trotz Angriffs auf Atomkraftwerk Bitte der Ukraine aus
Mit dem Beschuss des größten Atomkraftwerkes in der Ukraine hat Russland die Angst vor weitreichenden Folgen des Krieges weltweit wachsen lassen. NATO- und EU-Außenminister kamen zu Krisentreffen in Brüssel zusammen und forderten einen sofortigen Waffenstillstand.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg will eine Eskalation des Krieges über die Ukraine hinaus verhindern Foto: AFP/Pool/Yves Herman
Obwohl Russland in der Nacht das größte Kernkraftwerk Europas im ukrainischen Saporischschja von mehreren Seiten unter Beschuss nahm und damit einen Brand und weltweite Furcht vor einer Atomkatastrophe auslöste, hat die NATO die Bitte der Ukraine um eine Intervention abgelehnt. „Das zeigt, wie gefährlich der Krieg ist“, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einem Sondertreffen der 30 NATO-Verteidigungsminister in Brüssel zu dem Angriff auf die Atomanlage. Das Bündnis bleibe jedoch dabei, eine Eskalation des Krieges über die Ukraine hinaus zu verhindern. „Das wäre noch gefährlicher, noch verheerender und würde noch mehr Leid verursachen“, warnte Stoltenberg. Allerdings sagte er auch voraus, dass der Krieg Russlands in den nächsten Tagen „noch schlimmer“ werden würde. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz telefonierte mit Russlands Präsident Wladimir Putin und forderte ihn zu einem sofortigen Waffenstillstand auf. Die NATO verlangte von Putin zudem einen bedingungslosen und vollständigen Rückzug aus der Ukraine.