Porträt
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg – ein Mann für viele Krisenzeiten
Der Neue bleibt der Alte. Über Monate haben die NATO-Staaten die Nachfolge des Norwegers Jens Stoltenberg sondiert – und sich auf keinen geeigneten Nachfolger einigen können. Jetzt verlängert Stoltenberg, der schon 2022 aufhören wollte, ein weiteres Mal. Die Familie muss warten.
Die Familie muss warten: Jens Stoltenberg, NATO-Generalsekretär, bleibt bis 2024 im Amt Foto: dpa/Kay Nietfeld
Jens Stoltenberg war schon raus. Dann kam der Krieg. Er blieb im Amt. Im reißenden Strom des Ukraine-Krieges wollte die NATO ihren Generalsekretär nicht wechseln. Stoltenberg wähnte sich im Februar 2022 gedanklich schon auf seinem neuen Posten als Chef der norwegischen Zentralbank. Dann entschied er sich doch gegen den Posten für Geldstabilität und ein erheblich höheres Salär und wählte den Verantwortungsjob für Sicherheit in Europa. Nun hat die NATO ein weiteres Mal die Amtszeit des 64 Jahre alten Norwegers an der Spitze des nordatlantischen Bündnisses verlängert – bis zum 1. Oktober 2024. Seit bald 17 Monaten tobt der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Stoltenberg war in all dieser Zeit immer das Gesicht der NATO.