Slowenischer Tritt in den Fettnapf

Mysteriöser Plan zur Aufteilung Bosniens belastet nahende EU-Präsidentschaft

Das Gespenst neuer Grenzen geht wieder um in Europa. Seit Tagen sorgt ein angeblich von Ungarn ausgekochter und von Slowenien lancierter Plan zur Aufteilung von Bosnien auf dem Balkan für Wirbel. Realisierbar ist er kaum, aber hat Sloweniens nahende EU-Präsidentschaft schon jetzt schwer beschädigt.

Salutschüsse zum Gedenken in Sarajevo: Die Vergangenheit ist noch präsent, doch in Hinterzimmern wird an einer Zukunft geschraubt, die vielen Sorgen bereitet

Salutschüsse zum Gedenken in Sarajevo: Die Vergangenheit ist noch präsent, doch in Hinterzimmern wird an einer Zukunft geschraubt, die vielen Sorgen bereitet Foto: AFP

Verbissen müht sich Sloweniens mal wieder in die Kritik geratener Vormann um Schadensbegrenzung. Es existiere kein Plan zur Änderung der bosnischen Grenzen, „der mit Sloweniens Regierung in Verbindung gebracht“ werden könnte, so das mehrmals wiederholte Dementi des rechtspopulistischen Premiers Janez Jansa. Kritiker argwöhnen indes, dass Jansas Kabinett den Plan zur Vollendung der jugoslawischen Teilungen zumindest in Umlauf gebracht habe: Albaniens Premier Edi Rama hat bereits bestätigt, dass er mit Jansa über das sogenannte „non-paper“ gesprochen habe.

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