Antidiskriminierungsgesetz
Mussolini dafür, Salvini dagegen: Italiens Rechte streiten über Homophobie
Seit dem Einspruch des Vatikans gegen das Antidiskriminierungsgesetz schlägt die Diskussion in Italien hohe Wellen. Vor allem auf der rechten Seite werden Risse sichtbar.
Italiener demonstrieren in Rom für das Antidiskriminierungsgesetz Foto: AFP/Filippo Monteforte
Selten hat man eine Rechtspolitikerin wie Alessandra Mussolini so farbenfroh wie auf den von ihr in den sozialen Medien veröffentlichten Fotos gesehen. Die Enkeltochter des Diktators Benito Mussolini zeigt sich in Regenbogenfarben – sie will damit ihre Unterstützung für das zurzeit heftig in Italien diskutierte Antidiskriminierungsgesetz, hierzulande „Ddl Zan“ genannt, ausdrücken. Auf die Frage, woher der Sinneswandel käme, antwortete Mussolini, sie beobachte, dass Toleranz in der gegenwärtigen Gesellschaft nur für wenige gelte, ein Zustand, der sie besorge. Man lebe heute in einer Gesellschaft, die vielfältig sei, Homo- oder Transphobie habe ihrer Ansicht nach dort keinen Platz.