Fluss Dnister
Moldau gibt Umweltalarm nach russischem Angriff in Ukraine aus
Nach einem russischen Angriff auf ein ukrainisches Wasserkraftwerk ist Kraftstoff in den Fluss Dnister gelangt. Moldau ruft Umweltalarm aus und warnt mehrere Gemeinden vor der Nutzung des Flusswassers.
Der Fluss Dnister wurde nach einem russischen Angriff auf ein ukrainisches Wasserkraftwerk verschmutzt Symbolfoto: Jonas Walzberg/dpa
Moldau hat nach einem durch einen russischen Angriff in der Ukraine ausgelösten Kraftstoffaustritt in den Fluss Dnister einen Umweltalarm ausgegeben. Dieser gelte ab Montag für 15 Tage, erklärte das staatliche Krisenmanagementzentrum CNMC am Sonntag. Es handele sich um eine vorbeugende Maßnahme. Der Kraftstoffaustritt soll durch einen russischen Angriff auf das Wasserkraftwerk Dnister in der Ukraine am 7. März verursacht worden sein.
Die ukrainischen Behörden hatten erstmals am 10. März eine Verschmutzung des Flusses in der Nähe von Ljadowa und anderen Ortschaften bekanntgegeben. Die Verschmutzung breitete sich schnell flussabwärts nach Moldau aus, wo Notfallteams Barrieren errichteten und die Bewohner aufforderten, sich an die offiziellen Anweisungen zu halten, solange die Lage instabil bleibe.
Die Behörden in Moldau riefen mehrere Gemeinden auf, bis auf Weiteres kein Wasser aus dem Dnister zu trinken, damit nicht zu kochen und es auch nicht anderweitig zu nutzen. In einigen Gebieten wurde die Wasserversorgung eingestellt.
Die Menge des ausgelaufenen Kraftstoffes ist nicht bekannt. Die ukrainischen Behörden bezeichneten den Vorfall allerdings als „großflächiges Leck“. Rumänien entsandte am Samstag ein zehnköpfiges Notfallteam mit Spezialausrüstung und -material, nachdem Moldau die Europäische Union offiziell um Unterstützung gebeten hatte.
Sowohl die Ukraine als auch Moldau haben die Bedeutung des Dnisters als wichtige Wasserquelle betont. Moldaus Umweltminister warf Russland vor, allein für die Verschmutzung verantwortlich zu sein.