Nahostkonflikt
Mit seinem Friedensplan zieht Trump den gordischen Knoten noch fester zu
Donald Trumps Plan für eine Beilegung des Nahostkonfliktes zwischen Israel und den Palästinensern schert sich nicht um internationales Recht. Sollte die Weltgemeinschaft dieses Schauspiel tolerieren, wird bald nicht nur Israel anders aussehen.
„Einen großen Schritt Richtung Frieden“ verkündeten Trump und Netanjahu und erhoffen sich wohl auch einen großen Schritt in Richtung der eigenen Wiederwahl (Foto: AFP/Mandel Ngan)
Ein Schock war Donald Trumps Ankündigung am Dienstag nicht. Erstens waren Einzelheiten des Friedensplans des US-Präsidenten zuvor schon durchgesickert. Zweitens sind sie in einer Linie mit Trumps bisheriger Nahostpolitik: Streichung der Gelder für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem, Anerkennung der Golan-Höhen als israelisches Staatsgebiet, die Betonung, israelische Siedlungen im Westjordanland nicht mehr als illegal zu betrachten.