Brüssel
Missbrauch: Belgiens Regierungschef richtet scharfe Worte an Papst
Nach seinem Besuch in Luxemburg ist Papst Franziskus am Donnerstagabend nach Brüssel gereist. Auch Belgien wurde und wird von Missbrauchsskandalen in der katholischen Kirche erschüttert. Bei einem Besuch von Papst Franziskus fallen klare Worte.
Papst Franziskus (2.v.r), Königin Mathilde (r) und König Philippe (2.v.l) während der Rede von Alexander De Croo (r), Premierminister von Belgien, in der Grande Galerie des Schlosses von Laeken Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
Belgiens Ministerpräsident Alexander De Croo hat konkrete Schritte von Papst Franziskus zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche gefordert. Worte genügten nicht, sagte der liberale Politiker bei der Begrüßung des Pontifex im Schloss Laeken in Brüssel. „Sie setzen sich für Gerechtigkeit ein. Aber es liegt noch ein langer Weg vor uns“, sagte De Croo. Seine Worte fielen für eine Begrüßung ungewöhnlich scharf aus.