Italien

Ministerpräsident Draghi tritt zurück und macht Weg für Neuwahlen frei

Der von einer schweren Regierungskrise geschwächte italienische Ministerpräsident Mario Draghi tritt nach knapp eineinhalb Jahren im Amt zurück. Draghi habe "seinen Rücktritt und den seiner Regierung" eingereicht, sagte ein Sprecher des Präsidialamts am Donnerstag in Rom. Staatspräsident Sergio Mattarella habe den Rücktritt "zur Kenntnis genommen", Draghis Regierung bleibe "geschäftsführend" im Amt. Mattarella dürfte nach Einschätzung politischer Beobachter nun das Parlament auflösen und Neuwahlen für September oder Oktober ausrufen.

Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, winkt am Ende seiner Rede im Parlament. 

Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, winkt am Ende seiner Rede im Parlament.  Andrew Medichini/AP/dpa

Der Rücktritt des international geachteten Regierungschefs und früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Draghi löste Unruhe auf den Finanzmärkten aus. Der Spread - die Differenz zwischen den zehnjährigen Staatsanleihen Italiens und Deutschlands - war schon am Mittwochabend in Erwartung eines Rücktritts Draghis auf 215 Basispunkte angestiegen.

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