Zahlreiche Vermisste

Mindestens elf Tote bei Waldbränden in Spanien

Es ist eine der verheerendsten Waldbrandkatastrophen, die Spanien seit Jahrzehnten erlebt hat: Mindestens elf Menschen kamen in den Flammen ums Leben, die seit Donnerstagnachmittag in der Umgebung des südspanischen Ortes Los Gallardos in der andalusischen Provinz Almería toben. Wenigstens 19 Menschen wurden am Freitag noch vermisst.

Feuerwehrleute löschen Brand in Bedar, Los Gallardos, Almeria, Einsatz bei Gebäudefeuer am Tag

Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in Bedar, im Bezirk Los Gallardos in der Provinz Almeria Foto: Handout/UME/AFP

Unter den Todesopfern sollen sich zahlreiche ausländische Touristen und Residenten befinden, vermutlich vor allem Briten. Die meisten Opfer wurden offenbar auf der Flucht von den Flammen eingeschlossen. Der andalusische Zivilschutzminister Antonio Sanz berichtete von einem „sehr schnellen Brand mit einer extrem hohen Ausbreitungsgeschwindigkeit“. Das Feuer habe sich in einem unübersichtlichen Berggebiet mit tiefen Schluchten und weit verstreuten Häusern ausgebreitet. Zudem gab es zahlreiche Verletzte, die zum Teil schwere Verbrennungen erlitten. Rund 1.000 Einwohner und Urlauber mussten ihre Häuser und Ferienunterkünfte verlassen.

Das Feuer fraß sich vom tiefer gelegenen Ort Los Gallardos (3.100 Einwohner) hinauf in das zerklüftete Bergland um das Dorf Bédar, das auf gut 400 Metern Höhe liegt. Tiefe Schluchten, trockene Flussbetten und steile Hänge erschwerten dort die Flucht und verhinderten vielerorts den Einsatz schwerer Fahrzeuge. Auch starker Wind erschwerte die Löscharbeiten.

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