Serbien

Milizenführer nach einem Tag wieder freigelassen: EU-Politiker fordern Sanktionen gegen Belgrad

Zehn Tage nach den Schießereien in Nordkosovo hat sich Serbien noch immer nicht von den Freischärlern distanziert, die das Blutvergießen ausgelöst hatten. Im Gegenteil: Deren kurzzeitig verhafteter Anführer ist wieder auf freiem Fuß. In der EU mehren sich derweil die Rufe nach Sanktionen gegen Belgrad.

Der Anführer der Freischärler, die im Nordkosovo ein Blutvergießen ausgelöst haben, Milan Radoicic, wurde nach nicht einmal 24 Stunden in Serbien aus der Haft entlassen

Der Anführer der Freischärler, die im Nordkosovo ein Blutvergießen ausgelöst haben, Milan Radoicic, wurde nach nicht einmal 24 Stunden in Serbien aus der Haft entlassen Foto: AFP/Andrej Isakovic

Zeit, es sich in seiner Zelle wohnlich einzurichten, war dem justizerfahrenen Schattenmann kaum vergönnt. Keine 24 Stunden nachdem Serbiens Staatsanwaltschaft eine 48-stündige Untersuchungshaft gegen den kontroversen Geschäftsmann Milan Radoicic wegen illegalen Waffenerwerbs angeordnet hatte, wurde der Kosovo-Serbe am Mittwochvormittag in Belgrad wieder freigelassen.

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