EU
Merkels Macht ist begrenzt: Deutschland übernimmt in kritischen Zeiten Ratsvorsitz
Corona besiegen, den Wiederaufbau organisieren – und nebenbei noch schnell die EU retten: Die Erwartungen an die deutsche Ratspräsidentschaft sind enorm. Dabei hat der bzw. die Ratsvorsitzende – seit dem 1. Juli Kanzlerin Angela Merkel – nicht so viel Macht, wie manche denken.
Videowinken zum Antritt: Deutschland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft in unsicheren Corona-Zeiten Foto: AFP/Kay Nietfeld
Das liegt am Lissabon-Vertrag, den Merkel beim letzten deutschen Ratsvorsitz 2007 selbst eingefädelt hat. Der EU-Vertrag sieht vor, dass es nicht nur einen, sondern gleich zwei Ratspräsidenten gibt: einen ständigen und einen weiteren, der alle sechs Monate wechselt.