Italien

Matteo Salvini sieht sich mit einem größeren Finanzskandal konfrontiert

Noch immer sind 49 Millionen Euro Wahlkampferstattung für die Lega spurlos verschwunden. Die Staatsanwaltschaft Mailand hat nun erneut Ermittlungen gegen die Partei von Ex-Innenminister Matteo Salvini aufgenommen, Geldwäsche und Bilanzfälschung heißen die Vorwürfe. Kurz vor den Regionalwahlen im Süden gerät die Lega unter Druck.

Lega-Chef Matteo Salvini will offenbar nichts von den zu Unrecht erhaltenen 49 Millionen Euro wissen, die seine Partei als Nachfolgerin der Lega Nord zurückerstatten muss

Lega-Chef Matteo Salvini will offenbar nichts von den zu Unrecht erhaltenen 49 Millionen Euro wissen, die seine Partei als Nachfolgerin der Lega Nord zurückerstatten muss Foto: AFP/Tiziana Fabi

Die Szene mutete wie in einem Politthriller an: Beim Verlassen seines Hauses traten Sicherheitsbeamte an Luco Sostegni heran und nahmen den früheren Buchhalter der Lega fest. In seinem Koffer fanden die Beamten 25.000 Euro in bar sowie Bus- und Flugtickets, laut denen sich Sostegni nach Brasilien absetzen wollte. Weitere Schreiben, die sich ebenfalls im Gepäck des Flüchtigen befanden, wiesen darauf hin, dass der Ex-Gesellschafter von Lombardia Film Commission noch weitere Zahlungen erwartete: Tranchen in Höhe von 7.000 Euro, zahlbar ab dem 20. September alle drei Wochen. Der Untersuchungsrichter Giulio Fanales von der Staatsanwaltschaft Mailand erklärte, bei den Summen handele es sich offenbar um Schweigegeld.

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