Belarus

Massives Vorgehen gegen protestierende Frauen

In Weißrussland kam es auch an diesem Wochenende wieder zu Dutzenden von Demonstrationen mit den vom Regime seit 1995 verbotenen weiß-rot-weißen, historischen Unabhängigkeitsflaggen gegen den Autokraten Alexander Lukaschenko und für ein Ende der Gewalt.

Dem würde Wladimir Putin so nicht zustimmen – nur insofern, dass die Menschen in Russland, anders als beim weißrussischen Nachbarn, kaum wochenlang gegen den Staatspräsidenten demonstrieren könnten

Dem würde Wladimir Putin so nicht zustimmen – nur insofern, dass die Menschen in Russland, anders als beim weißrussischen Nachbarn, kaum wochenlang gegen den Staatspräsidenten demonstrieren könnten Foto: AFP/Genya Savilov

In der Hauptstadt Minsk nahmen Zehntausende an einem „Marsch für Gerechtigkeit“ zum Obersten Gerichtshof teil. Sie forderten Strafverfahren gegen jene Sicherheitskräfte, die sich der Folter an festgenommen Demonstranten schuldig gemacht haben. Dabei wurde auch der noch rund 70 Verschwundenen der ersten Tage nach der mutmaßlich gefälschten Wahl gedacht. Einige von ihnen wurden inzwischen von Familienangehörigen tot in Wäldern rund um Minsk aufgefunden. Bis Redaktionsschluss war die Zahl der Festgenommen sowie der Verletzten noch nicht bekannt.

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