Österreich

Mann lebte zeitweise in Luxemburg: „Drahtzieher“ von Ibiza-Video wegen Drogendelikten verurteilt

Wegen Drogendelikten wird der „Drahtzieher“ des Ibiza-Skandal-Videos zu einer Haftstrafe verurteilt. Das Video hatte 2019 zum Sturz der österreichischen Regierung geführt. Menschenrechtsaktivisten laufen Sturm. Die Staatsanwaltschaft ihrerseits betont, die Anklage gegen Hessenthaler habe „nichts mit einem Video zu tun“.

Screenshot aus dem Video, das 2019 zum Sturz der österreichischen Regierung führte – und die rechtsextreme FPÖ um den damaligen Vize-Kanzler Strache (r.) ins Abseits beförderte

Screenshot aus dem Video, das 2019 zum Sturz der österreichischen Regierung führte – und die rechtsextreme FPÖ um den damaligen Vize-Kanzler Strache (r.) ins Abseits beförderte Foto: dpa/Spiegel/Süddeutsche Zeitung

In einem brisanten Prozess ist der „Drahtzieher“ des sogenannten Ibiza-Skandalvideos in Österreich zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht St. Pölten habe Julian Hessenthaler wegen Drogenhandels und Urkundenfälschung schuldig gesprochen, sagte Vize-Gerichtspräsidentin Birgit Eisenmagen am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Reporter ohne Grenzen kritisierten die Gerichtsentscheidung.

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