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Luxemburger im Einsatz in Haiti: „Die Sicherheitslage ist angespannt“
Ein kleines Team von Luxemburger Experten befindet sich momentan in Haiti. Seine Mission: sicherstellen, dass die Hilfsorganisationen über ein Telefonnetz und Internet verfügen. Sonst könnten sich die Helfer nicht koordinieren, sagt Bram Krieps – er ist CGDIS-Mitglied und Kooperationsbeauftragter von emergency.lu. Das Tageblatt hat sich mit ihm unterhalten.
„Luxemburg ist noch immer das einzige Land, das ein Telekommunikationsmodul besitzt“, berichtet Krieps Foto: Bram Krieps
„35 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit –da stoßen wir personell und materiell an unsere Grenzen“, sagt Bram Krieps. „Hier scheint es wärmer zu sein als in der Sahara.“ Krieps ist Mitglied des Großherzoglichen Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS) und Kooperationsbeauftragter von emergency.lu (siehe Infobox). Mit einem anderen Feuerwehrmann und Telekommunikationsexperten befindet er sich gerade auf Mission in Haiti. Der Karibikstaat, der zu den ärmsten Ländern auf der Welt gehört, wurde Mitte August von einem Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich nach neueren Angaben der haitianischen Katastrophenschutzbehörde (DGPC) auf weit über 2.000 mit über 12.000 teils schwer Verletzten und hunderten Vermissten.