Ukraine-Russland-Konflikt

Luxemburger Friedensaktivist: „Leider haben wir ein paar Jahrzehnte so gelebt, als gäbe es nie wieder Krieg“

In der Ukraine herrscht Krieg. Menschen demonstrieren deshalb in vielen Ländern auf der ganzen Welt für den Frieden. Das Tageblatt hat sich mit Claude Pantaleoni, dem Präsidenten einer Luxemburger Friedensorganisation, unterhalten – die Asbl leistet bereits seit Jahren Hilfsarbeit in der Ukraine. Pantaleoni erklärt, was Menschen tun können, die helfen wollen, und was er über verschiedene Lösungsansätze denkt.

Claude Pantaleoni ist Präsident der Friedensorganisation „Pour la Paix et contre la Guerre Asbl – Ad pacem servandam“ und Lehrer an einer Sekundarschule in Luxemburg

Claude Pantaleoni ist Präsident der Friedensorganisation „Pour la Paix et contre la Guerre Asbl – Ad pacem servandam“ und Lehrer an einer Sekundarschule in Luxemburg Archivfoto: Editpress/Isabella Finzi

„Ich schlafe nachts nicht, wir sind aufgeregt und betroffen vom Krieg“, sagt Claude Pantaleoni. Der Grund dafür ist verständlich: Mitglieder seiner Familie befinden sich momentan in besetztem ukrainischen Gebiet und verstecken sich, zahlreiche Menschen müssten fliehen, berichtet er. „Es ist haarsträubend.“ Wie lange dieser Zustand andauern wird, wisse man nicht, sagt Pantaleoni. Er selbst ist der Präsident der Luxemburger Friedensorganisation „Pour la Paix et contre la Guerre Asbl – Ad pacem servandam“ und mit einer Ukrainerin verheiratet. Seiner Ansicht nach kommt Russlands Angriff auf die Ukraine vom Donnerstagmorgen jedoch nicht sonderlich überraschend.

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