Großbritannien
London plant Aufhebung des Nordirland-Protokolls
Das letzte Mal musste sie vor 59 Jahren absagen, da war sie schwanger mit Prinz Edward gewesen. Queen Elizabeth II. bedauerte es am Dienstag außerordentlich, dass sie einer ihrer vornehmsten Aufgaben nicht nachkommen kann: der alljährlichen Eröffnung des britischen Parlaments.
Prinz Charles kommt mit seinen 73 Jahren dem Thron immer näher: Gestern verlas er immerhin schon die Thronrede Foto: AFP/Pool/Ben Stansall
„Episodische Mobilitätsprobleme“ der 96-Jährigen, so ließ der Buckingham Palast verlauten, würden Ihre Majestät verhindern. Stattdessen vertrat sie Thronfolger Prinz Charles bei dem zeremoniellen Startschuss in die nächste Legislaturperiode. Er brachte seinen ältesten Sohn Prinz William mit. Deutlicher konnte es den Briten nicht demonstriert werden, wie die monarchischen Aufgaben jetzt immer mehr an die nächste Generation übergehen. Prinz Charles ist in allem, außer dem Namen nach, Regent. Er hatte die Thronrede zu verlesen. Sie ist eine Regierungserklärung, von Premierminister Boris Johnson aufgesetzt, die das legislative Programm der Exekutive vorstellt. Neben all dem höfischen Pomp und Brimborium der Parlamentseröffnung ist die Verlesung doch vor allem ein hochpolitisches Ereignis, denn die Thronrede stellt die Weichen für die nächsten zwölf Monate.