Großbritannien

Liz Truss gefährdet mit unbedachten Äußerungen Favoritenposition um Johnson-Nachfolge

Im Kampf um Boris Johnsons Nachfolge stolpert die Favoritin Truss über dubiose Zahlen und kuriose Äußerungen.

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon (l.) wurde von der möglichen künftigen britischen Premierministerin Liz Truss als „Wichtigtuerin“ abgekanzelt

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon (l.) wurde von der möglichen künftigen britischen Premierministerin Liz Truss als „Wichtigtuerin“ abgekanzelt Foto: Daniel Leal und Jeff J. Mitchell/AFP

War sich Liz Truss ihrer Sache schon zu sicher? Rechtzeitig zum Tag, an dem die Wahlzettel für Boris Johnsons Nachfolge als konservativer Partei- und britischer Regierungschef bei mehr als 150.000 Tory-Mitgliedern ankamen, verkündete die haushohe Favoritin am Montag eine umfassende Reform des öffentlichen Sektors. Im Londoner Verwaltungsviertel Whitehall, wo alle Ministerien untergebracht sind, gebe es „zu viel Bürokratie und Gruppendenken“, behauptete die amtierende Außenministerin. Eine „schlankere, fokussierte“ Zentralverwaltung unter ihrer Führung könne ebenso zu Einsparungen von mehr als zehn Milliarden Euro beitragen wie eine stärkere regionale Auffächerung der Gehälter im öffentlichen Dienst.

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