„Flüchtlinge als Waffe“
Litauens Grenzregion zu Belarus in Aufruhr
Der belarussische Machthaber Lukaschenko steht in der Kritik, Afghanen und andere Flüchtlinge massenhaft in die EU zu schleusen, um sich für Sanktionen gegen sein Land zu rächen.
Migranten im Lager in Rudninkai in Litauen zeigen bei einer Kundgebung Plakate mit Aufschriften wie „Help Afghanistan“ Foto: dpa/Alexander Welscher
Lager mit Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak haben die Menschen in Litauen lange nur über das Fernsehen in anderen Ländern gesehen. Bis mehrere Hundert Flüchtlinge illegal die Grenze aus Belarus überschritten. In einer provisorischen Zeltstadt im idyllischen Dorf Rudninkai mit seinen Holzhäusern leben jetzt schon mehr Migranten als Einheimische. Sie kommen aus dem Nachbarland Belarus – dort, wo Machthaber Alexander Lukaschenko wütend ist über die Sanktionen der EU. Er rächt sich, indem er massenhaft Flüchtlinge in die EU durchlässt.