„Humanitäre Gründe“
Liberia will bis zu 1.200 Migranten aus den USA aufnehmen
Liberia will binnen eines Jahres 1.200 aus den USA überstellte Personen aufnehmen. Die liberianische Regierung betonte, dass sie aus „rein humanitären Gründen“ handele.
Beamte der Immigrationspolizei ICE im Juli in Kalifornien Foto: AFP
Liberia will nach eigenen Angaben bis zu 1.200 aus den USA abgeschobene Migranten aufnehmen. Eine erste Gruppe von 20 Abgeschobenen solle am Donnerstag eintreffen, teilte die Regierung des westafrikanischen Landes mit. US-Präsident Donald Trump geht seit seiner Wiederwahl massiv gegen Migranten vor. Dabei nimmt seine Regierung auch Abschiebungen in Staaten vor, die nicht das Heimatland der Betroffenen sind.
„Liberia beabsichtigt, innerhalb eines Jahres bis zu 1.200 Personen aufzunehmen, die aus den Vereinigten Staaten von Amerika überstellt werden“, erklärte die Regierung. Nach der Ankunft in Liberia stehe es den Betroffenen frei, „das Land zu verlassen, wann immer sie dies wünschen“. Sie könnten aber auch Asyl beantragen.
Humanitäre Gründe
Die liberianische Regierung betonte, dass sie aus „rein humanitären Gründen“ handele. Sie habe von den USA „weder eine Entschädigung noch das Versprechen einer Gegenleistung dafür gefordert oder erhalten“.
Allerdings sagten zwei frühere Beamte des US-Außenministeriums der NachrichtenagenturAFP, dass Washington Visumsperren und andere Beschränkungen gegen afrikanische Staaten einsetze, um diese unter Druck zu setzen, Menschen aus Drittstaaten aufzunehmen. Das US-Außenministerium wollte sich auf Anfrage nicht äußern.