Naher Osten

Libanon beantragt Hilfen beim IWF – Banken gegen Rettungsplan

Die mit einer schweren Wirtschaftskrise ringende Regierung im Libanon bittet den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfen. „Dies ist ein historischer Moment in der Geschichte des Libanon“, hieß es am gestrigen Freitag in einer Stellungnahme vom Büro des Ministerpräsidenten Hassan Diab. Der dem IWF übermittelte Plan sei der erste Schritt zur Rettung des Landes. Banken wiesen die Vorstellungen der Regierung umgehend zurück. Dadurch werde das Land zerrissen. Die Banken zählen zu den größten Gläubigern des hoch verschuldeten Staates.

Seit Monaten gibt es Demonstrationen gegen die Regierung und gegen Korruption, so auch am 1. Mai 

Seit Monaten gibt es Demonstrationen gegen die Regierung und gegen Korruption, so auch am 1. Mai  Foto: AFP/Anwar Amro

Der Rettungsplan sieht unter anderem Milliarden-Verluste für den Finanzsektor und einschneidende Reformen zur Sanierung der Wirtschaft vor. Ökonomen und Diplomaten begrüßten zwar den Plan als ersten richtigen Schritt, zeigten sich aber skeptisch, dass die vorgesehenen Einschnitte bei den Staatsausgaben und die Neuordnung des Bankensystems nach Jahren des Verschleppens von Reformen gelingen könne.

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