Tageblatt-Reportage

Leben mit der Angst: Die ukrainische Oblast Cherson grenzt direkt an die russisch besetzte Krim

Seit Russland im April seine Truppenstärke auf der besetzten Halbinsel Krim erneut ausgebaut hat, liegen die Nerven in Kiew, Brüssel und Washington blank. Trotz des Endes der russischen Manöver traut in der Nachbarschaft der Krim niemand Moskaus guten Absichten. Die Anspannung ist auch im Alltag spürbar.

Ein Junge spielt nahe dem Bahnhof von Kalantschak, einem ukrainischen Grenzort zur russisch besetzten Krim

Ein Junge spielt nahe dem Bahnhof von Kalantschak, einem ukrainischen Grenzort zur russisch besetzten Krim Foto: Oleksandr Techynski

„Noch immer keine Entwarnung?“, fragt Soja ihren jüngsten Sohn durch die Autoscheibe. Achtem sitzt hinten in dem altersschwachen braunen Schiguli mit dem Nummernschild „AK“ der Autonomen Ukrainischen Republik und schüttelt besorgt den Kopf. Vor über einer Stunde hat die tatarische Familie ihren Lieblingsonkel zur Grenze mit der seit Frühling 2014 russisch besetzten Halbinsel Krim bei der Ortschaft Tschongar gefahren.

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