Gewalt gegen Frauen

Landesweite Empörung in der Türkei: Erdogan kündigt Istanbul-Konvention auf

Türkeiweit machen Organisationen 2020 mobil gegen Gerüchte, die Regierung wolle aus einem Abkommen gegen Gewalt an Frauen austreten. Dann wird es still um das Thema. Als es plötzlich wieder auftaucht, ist der Ärger groß.

Demonstranten halten während einer Demonstration gegen den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention, einem internationalen Abkommen zum Schutz von Frauen, am 20. März 2021 in Istanbul Transparente und das Bild einer von Männern getöteten Frau, auf dem zu lesen ist: „Wir werden nicht schweigen“

Demonstranten halten während einer Demonstration gegen den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention, einem internationalen Abkommen zum Schutz von Frauen, am 20. März 2021 in Istanbul Transparente und das Bild einer von Männern getöteten Frau, auf dem zu lesen ist: „Wir werden nicht schweigen“ Foto: AFP

Trotz Widerstands zahlreicher Frauenrechtsorganisationen ist die Türkei aus dem Istanbuler Abkommen zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen ausgetreten. Landesweit gingen am Wochenende Menschen gegen die Entscheidung auf die Straße und forderten deren Rücknahme. Juristen rügten, Präsident Recep Tayyip Erdogan könne nicht im Alleingang über den Ausstieg entscheiden. Die Opposition sieht einen drohenden Kulturkampf.

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