Ukraine-Krieg
Kurswechsel in der Krise: Deutschland liefert Waffen an Ukraine
Monatelang hat die Bundesregierung Forderungen der Ukraine nach Waffenlieferungen für die Verteidigung gegen Russland abgeblockt. Zwei Tage nach Kriegsbeginn vollzieht sie die Kehrtwende.
Ein Soldat mit einer Stinger-Rakete visiert bei der Luftwaffenübung „Elite 2010“ auf dem Truppenübungsplatz Heuberg bei Messstetten ein Flugzeug an Archivfoto: Patrick Seeger/dpa
Deutschland hat einen Kurswechsel in der Ukraine-Krise vollzogen und rüstet die Streitkräfte des von Russland attackierten Landes nun mit schweren Waffen aus. Zwei Tage nach Kriegsbeginn entschied die Bundesregierung am Samstag, 1000 Panzerabwehrwaffen sowie 500 Boden-Luft-Raketen vom Typ „Stinger“ aus Bundeswehrbeständen so schnell wie möglich in die Ukraine zu liefern. Außerdem wurde den Nato-Partnern Niederlande und Estland die Lieferung von Waffen an die Ukraine genehmigt, die aus deutscher Produktion oder DDR-Beständen stammen. Bisher hatte die Bundesregierung die Lieferung tödlicher Waffen in die Ukraine mit der Begründung abgelehnt, dass es sich um ein Krisengebiet handelt.