Iran
Kulturelles UNESCO-Erbe als Angriffsziel
Ob die verwinkelte Altstadt aus Lehmhäusern von Jasd, die Ruinen der jahrtausendealten Metropole Persepolis oder der riesige historische Basar von Tabris: Der Iran ist reich an Zeugnissen seiner langen Geschichte. 22 der iranischen Kulturstätten zählt die UN-Kulturorganisation Unesco zum Welterbe.
Iran, Shiraz: Touristen besuchen das UNESCO-Weltkulturerbe Persepolis. Die antike Stadt ist eines der Angriffsziele der US-Armee geworden. Sollte sich Teheran für den US-Luftangriff auf Irans Top-General Soleimani rächen, würden die USA Dutzende iranische Ziele angreifen, drohte US-Präsident Trump – darunter auch kulturelle. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, Kulturstätten zu zerstören, sollte Teheran mit militärischer Gewalt auf die Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch die USA reagieren. „Wir lassen es zu, dass sie unsere Leute töten. Wir lassen es zu, dass sie unsere Leute foltern. Warum sollten wir dann nicht das Recht haben, ihre Kulturstätten anzugreifen?“, sagte Trump vor Journalisten in der Präsidentenmaschine Air Force One. 52 strategisch und kulturelle wichtige Stätten hat der Präsident im Visier, wobei die Zahl auf die 52 US-Bürger Bezug nimmt, die iranische Studenten 1979 in der US-Botschaft als Geiseln genommen hatten.