Deutschland

Krise bei der Linken: Rücktritt von Co-Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow

Nur 14 Monate nach ihrer Wahl an die Parteispitze erklärt die Co-Vorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, ihren Rücktritt vom Spitzenamt. Ihre Partei muss nun in der wohl schwierigsten Phase seit Gründung als gesamtdeutsche Linke vor 15 Jahren eine neue Führung suchen.

Die bisherige Co-Parteivorsitzende von Die Linke, Susanne Hennig-Wellsow (l.), spricht während einer Pressekonferenz im Karl-Liebknecht-Haus neben der anderen Parteivorsitzenden der Partei, Janine Wissler

Die bisherige Co-Parteivorsitzende von Die Linke, Susanne Hennig-Wellsow (l.), spricht während einer Pressekonferenz im Karl-Liebknecht-Haus neben der anderen Parteivorsitzenden der Partei, Janine Wissler Foto: dpa/Fabian Sommer

Susanne Hennig-Wellsow ist jetzt raus. Raus aus der ersten weiblichen Doppelspitze der gesamtdeutschen Linkspartei. Gut 14 Monate nach dem gemeinsamen Amtsantritt mit Janine Wissler hat die Thüringerin Hennig-Wellsow am Mittwoch für viele überraschend ihren Rücktritt erklärt. Man könnte auch sagen: Sie hat das Handtuch geworfen. Im Falle der früheren Eisschnelllauf-Leistungssportlerin, die Hennig-Wellsow einmal war, müsste es wohl besser heißen: Sie geht vorzeitig vom Eis. Und dies ausgerechnet in einer Phase, in der ihre Partei nach heftigen Wahlniederlagen im Bund (4,9 Prozent) und zuletzt erst recht im Saarland (2,6 Prozent), ihrer einstigen West-Hochburg, um das Überleben kämpft.

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