Ukraine-Krieg
Krim-Brücke „in den Schlaf“ geschossen
Fluchen, Geschrei, entnervte Autofahrer. Die einen wollen nichts wie weg aus dem Urlaubsparadies, die andern wollen nach über 24 Stunden Autofahrt aus dem Großraum Moskau endlich am Badestrand der Halbinsel ankommen. Auf beiden Seiten der kleinen, nur 70 Meter langen Krim-Brücke beim von der russischen Armee besetzten Dorf Tschongar bildeten sich am Montagmittag Autoschlangen.
Schieflage: Die Brücke vom russischen Festland zur von Moskau annektierten Krim ist wieder reparaturbedürftig Foto: AFP
Schuld ist das Moskauer Transportministerium, das den sonnenhungrigen Russen „wegen eines Notfalls“ den Umweg über die zerstörte ukrainische Stadt Mariupol sowie das regelmäßig von ukrainischen Partisanen bedrohte Melitopol auf die Krim nahelegte: Das sind mindestens sechs Stunden Autofahrt durch die besetzte Südukraine mit einem besonders großen Militärlaster-Verkehrsaufkommen.