CDU-Führungskrise
Kramp-Karrenbauer und Scholz setzen auf Fortbestand der Großen Koalition im Bund
Folgt auf die Regierungskrise in Thüringen eine Koalitionskrise in Berlin nach dem angekündigten Rückzug der CDU-Chefin? Nein, sagt Kramp-Karrenbauer, auch die SPD sieht das so. Doch die CDU muss noch viele Fragen beantworten, personell wie inhaltlich.
Auf der Suche nach einem geeigneten Kanzlerkandidaten für die CDU: Annegret Kramp-Karrenbauer und Kanzlerin Angela Merkel. Foto:Gregor Fischer/dpa
Auch nach dem angekündigtem Rückzug von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihrem Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur gehen führende Politiker der Koalition von einem Fortbestand des Bündnisses aus CDU, CSU und SPD aus. Kramp-Karrenbauer machte am Montagabend in mehreren Interviews deutlich, dass die Union zu Regierung und Koalition stehe. Auch Vizekanzler Olaf Scholz zeigte sich „überzeugt“, dass eine stabile Regierungsarbeit weiter möglich sei. Zahlreiche personelle wie inhaltliche Fragen sind nach der Ankündigung Kramp-Karrenbauers aber ungeklärt.