Nordkorea
Kim Yo Jong wird als Nachfolgerin ihres Bruders Kim gehandelt
Sie ist eine der engsten Beraterinnen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und zählt zu den einflussreichsten Frauen in dem abgeschotteten Land: Die zuletzt immer stärker in Erscheinung getretene Kim Yo-jong, Schwester von Machthaber Kim, wird inzwischen als mögliche Nachfolgerin an der Spitze des autoritär geführten Landes gehandelt.
Kim Yo-jong soll offenbar hinter der Zerstörung des gemeinsamen Verbindungsbüros mit Südkorea stecken Foto: Jorge Silva/Pool/AFP
Im März veröffentlichte sie erstmals eine politische Erklärung im eigenen Namen. In den vergangenen Tagen und Wochen stand sie an vorderster Front bei der Kritik an südkoreanischen Aktivisten, die Pjöngjang-kritische Flugblätter über die Grenze schickten. Zwar ist Yo-jong offiziell nur ein wechselndes Mitglied des Politbüros der Arbeiterpartei, doch berief sie sich in einer Erklärung am Wochenende auf ihre „vom obersten Führer, von unserer Partei und vom Staat autorisierte Macht“. Es war auch Yo-jong, die am Wochenende mit der „völligen Zerstörung" des „nutzlosen“ gemeinsamen Verbindungsbüros mit Südkorea drohte. Am Dienstag ließ Pjöngjang das Büro dann in Schutt und Asche legen.